Niedernhall – Generalsanierung Solebad

Niedernhall – Generalsanierung Freibad

Neuer Glanz für ein Stück Stadtgeschichte

Auftraggeber: Stadt Niedernhall
Planungszeit: 2017-2025 (inklusive Studie)
Bauzeit: 05/2024 – 12/2025
Bruttogrundfläche BGF: 2.982 m²
Bruttorauminhalt BRI: 12.628 m³
Wasserfläche gesamt: 264 m²

Aufgabe:

Sanierung und Umbau folgender Bereiche:
– Umkleide- und Sanitärbereiche (teilweise unterkellert)
– Innen-Schwimmerbecken
– Warmwasserentlastungsbecken
– Außen-Schwimmerbecken
– Technikbereiche im Kellergeschoss
– Umkleide- und Sanitärbereiche der Sauna
– Ehemalige Massageräume einer Physiotherapie
– Außenanlagen inklusive Becken und Beleuchtung
– Chlorgasgebäude

Neubau folgender Bereiche:
– Eingangsbereich / Foyer
– Gastronomiebereich
– Umkleide- und Sanitärbereiche
– Personalbereiche
– Technikhalle

Zielsetzung

Das Solebad Niedernhall wurde vor rund 38 Jahren als Erholungsbad mit angeschlossenem Saunabereich in direkter Nähe zum bestehenden Freibad errichtet. Große Teile der Anlage stammen noch aus dem Baujahr 1986 und befanden sich entsprechend in einem sanierungsbedürftigen Zustand. In der Vergangenheit wurde bereits der Saunabereich modernisiert.

 

Ziel der Sanierung war es, das Solebad baulich, technisch und gestalterisch zukunftsfähig aufzustellen, ohne seine prägende Grundstruktur aufzugeben. Und damit auch dem Wunsch der Niedernhaller zu entsprechen, ihr „Bädle“ zu behalten. Neben der Mängelbeseitigung standen eine höhere Aufenthaltsqualität, eine bessere Orientierung sowie ein zeitgemäßes Erscheinungsbild im Fokus. Bei der Materialauswahl wurde zudem auf Baustoffe mit reduzierten CO₂-Emissionen geachtet.

 

Weiterentwicklung einer charakteristischen Architektur

Der hexagonale Baukörper blieb erhalten, während ein neuer Eingangsbereich mit Foyer, Bistro und Lounge entstanden ist. Moderne Umkleiden, barrierefreie Bereiche, neue Ruhebereiche, Edelstahlauskleidungen für die Solebecken sowie eine komplett erneuerte technische Infrastruktur machen das Solebad heute attraktiv und zukunftsfähig.

Die Voruntersuchungen zeigten, dass die bestehende Technik im Untergeschoss weder ausreichend Platz noch die erforderliche Sicherheit bot, insbesondere im Hinblick auf Grund- und Hochwasser. Deshalb wurde ein Großteil der neuen Technik in einem oberirdischen Neubau untergebracht.

Als Generalplaner durften wir das Projekt von der Bestandsanalyse über die Planung bis zur Umsetzung begleiten und Architektur, Tragwerk, Technik und Freianlagen zu einem ganzheitlichen Konzept verbinden.

 

Fazit

Die Generalsanierung zeigt, wie ein bestehendes Bad durch die Kombination aus baulicher Erneuerung, funktionaler Neuordnung und modernisierter Gebäudetechnik weiterentwickelt werden kann. Der Erhalt des hexagonalen Baukörpers bewahrt die charakteristische Architektur des Solebads, während die neuen und erneuerten Bereiche an veränderte funktionale Anforderungen angepasst wurden.

Dieses Projekt wurde umgesetzt durch unser Team Architektur in Bad Urach und unser Team Technik in Bad Urach und Aalen.

Date
Category
Architektur, Energie & Technik
Tags
Farbe Grau